
Am Montag, dem 11. Mai 2009, traf Papst Benedikt XVI zu einer historischen Pilgerreise in Israel ein, “dem Land, das für Millionen Gläubiger weltweit als heilig betrachtet wird”.
Der Papst hob die Heiligkeit dieses Landes als Geburtsort des christlichen Glaubens für alle Christen hervor:
“Ich bin dankbar für die Gelegenheit zu dieser Pilgerfahrt in ein Land, das geheiligt ist durch die Spuren, die Patriarchen und Propheten hinterlassen haben; ein Land, dem die besondere Verehrung der Christen gilt als Schauplatz der Ereignisse im Leben, Sterben und der Wiederauferstehung Jesu. Ich nehme meinen Platz ein in einer langen Reihe christlicher Pilger, die zu diesen Küsten kamen, eine Reihe, die weit zurück in die größten Jahrhunderte der Kirchengeschichte reicht, und die, ich bin sicher, weit in die Zukunft reichen wird“.*
Der Papst beschrieb sich selbst als Pilger unter Pilgern, der die heiligen Stätten in diesem Land besuchte und besuchen wird. Jerusalem, Nazareth und Bethlehem, zentrale Stationen auf der Route der päpstlichen Pilgerreise, zählen zu den heiligsten Städten des Christentums.

Jerusalem ist ein glänzendes Juwel. Vor ihren Toren liegen Bethlehem und die heilige Geburtskirche, Ein Karem, das mit dem Heiligen Johannes der Täufer in Zusammenhang gebracht wird, und Bethanien, die Heimat Marias und Marthas.
Die in den Evangelien erwähnten heiligen Stätten werden in Jerusalem lebendig und Pilger können sie alle sehen und besuchen. Dazu zählen der Ölberg, der Garten Gethsemane, und das Kidron-Tal.
Dem letzten Weg Jesu – die Via Dolorosa – wird in der zauberhaften Altstadt gedacht, wie auch dem Ort seiner Wiederauferstehung, der Grabeskirche. Innerhalb der Mauern der Altstadt steht die heilige Klagemauer des jüdischen Tempels, sich zum Himmel sehnend. In der Altstadt befinden sich auch muslimische Heiligtümer, wie die Al Aqsa Moschee und der Felsendom.
In Nazareth, der Blume Galiläas, steht die Verkündigungsbasilika mit ihrer berühmten Grotte.
“Und der Engel sprach zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria, du hast Gnade bei Gott gefunden. Siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären, und du sollst ihm den Namen Jesus geben.” (Lk. 1: 30-31)*
Nazareth und ihre Umgebung bieten eine reiche Auswahl an Kirchen und archäologischen Ausgrabungen in Bezug auf die Kindheit und Wirkungsperiode von Jesu. Direkt außerhalb Nazareths liegt der Berg des Absturzes, wo eine Menge Jesus in die Tiefe stürzen wollte:
“Und sie standen auf und stießen ihn zur Stadt hinaus und führten ihn an den Abhang des Berges, auf dem ihre Stadt gebaut war, um ihn hinabzustürzen.” (Lk. 4:29) *
Bei seiner Ankunft in Israel betonte der Papst seine Verurteilung des Antisemitismus: “Es ist recht und passend, dass ich während meines Aufenthaltes in Israel die Gelegenheit haben werde, das Andenken von sechs Millionen jüdischer Opfer der Shoah zu ehren und dafür zu beten, dass die Menschheit nie wieder ein Verbrechen solcher Größenordnung erleiden muss. Es ist traurig, dass Antisemitismus immer noch in vielen Teilen der Welt sein hässliches Haupt erhebt. Das ist vollkommen inakzeptabel. Jede Anstrengung muss unternommen werden, Antisemitismus wo immer er auftritt zu bekämpfen, und den Respekt und die Wertschätzung zu fördern für jedes Volk, jeden Stamm, jede Sprache und Nation auf der Welt.” *
Sein Besuch in Yad Vashem (Behörde für die Erinnerung an die Märtyrer und Helden der Shoah) in Jerusalem ist ein weiterer Ausdruck seiner Solidarität mit dem jüdischen Volk und seine Anerkenntnis der Gräuel der Shoah.

Präsident Shimon Peres nahm Papst Benedikt XVI am Internationalen Ben Gurion-Flughafen mit den Worten in Empfang,“Ich verstehe Ihren Besuch hier im Heiligen Land als wichtige spirituelle Mission ersten Ranges: als Friedensmission. Eine Mission, die Samen der Toleranz zu säen und das Unkraut des Fanatismus auszumerzen. Ich schätze Ihre Stellungnahmen und Taten, die darauf abzielen, die Gewalt und den Hass in der Welt zu verringern. Ich hege die Überzeugung, dass hiermit der Dialog zwischen dem Judentum und dem Christentum im Geiste der Propheten fortgesetzt wird.”*
Pilger im Heiligen Land sind Pilger des Friedens und werden vom Staat Israel stets willkommen geheißen, wie sie es in der Vergangenheit waren und in der Zukunft sein werden.
* Offizielle Empfangszeremonie am Internationalen Ben Gurion-Flughafen am 11. Mai 2009.
Informationen über die Heiligen Stätten in Israel finden Sie auf unserer Website: www.goisrael.com
Urheberrecht 2009-2011 © Alle Rechte vorbehalten. | | Israel Tourismusministerium |RSS 