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Apostolisches Schreiben an den Lateinischen Patriarchen von Jerusalem anlässlich der Abschlussfeier zum Jahr des Glaubens

 

An Seine Seligkeit Fouad Twal

Lateinischer Patriarch von Jerusalem

Ich sende Dir, Deinen bischöflichen Brüdern und allen, die in Nazareth versammelt sind, wenn Ihr den Abschluss des Jahres des Glaubens im Heiligen Land zelebriert, herzliche Grüße. Ich versichere Euch meiner spirituellen Verbundenheit und ich bete, dass diese Feier Euren Glauben nicht nur bezeugt, sondern auch nährt und andere dazu einlädt, Jesus Christus zu begegnen.

Bei der Verkündigung des Jahres des Glaubens, erinnerte uns mein geliebter Vorgänger Benedikt XVI: "Es wird entscheidend sein, im Laufe dieses Jahres die Geschichte unseres Glaubens durchzugehen, die das unergründliche Geheimnis der Verflechtung von Heiligkeit und Sünde sieht" (Porta Fidei, 13). Dieses vergangene Jahr hat uns allen die Gelegenheit gegeben, das Geheimnis des Glaubens und die Heiligkeit Gottes, die er mit uns in Jesus Christus geteilt hat, neu zu überdenken. Wir tun dies als Sünder, die sich ihrer Unwürdigkeit bewusst und deshalb umso dankbarer sind für Gottes Barmherzigkeit und seine beständige Aufforderung, uns mit ihm und mit allen Menschen zu verbinden.

Die Geschichte unseres Glaubens hat ihren Ursprung genau in dem Land, in dem Ihr feiert. Bevor wir unsere eigene, persönliche Glaubensgeschichte und unser Bedürfnis nach der Gnade Gottes verstehen können, müssen wir uns an den Ort und in jene Zeit versetzen, als Jesus selbst unter uns wandelte.

Denn dort nahm der Herr Jesus unsere menschliche Natur an und offenbarte uns Gott. Dort trug es sich zu, dass er seine Apostel und Jünger lehrte und dass er die Freuden und Leiden, die Segnungen und Schwierigkeiten des menschlichen Lebens und der Liebe erfuhr. Und dort gab er uns das Geschenk seiner Passion, seines Todes und seiner Auferstehung und der Gewissheit des ewigen Lebens.

Ich möchte allen Christen des Heiligen Landes meine tiefe Wertschätzung für ihr treues Verwalteramt der Heiligen Stätten und der beständigen Zeugenschaft der Verkündigung des Evangeliums ausdrücken. Ich versichere Euch meiner Gebete und meiner Dankbarkeit gegenüber Gott für Euren tiefen Glauben und für Eure Beharrlichkeit. Ich ermutige Euch, immer Zeugen von Gottes Frieden, seiner Freude und Barmherzigkeit zu sein.

Auch den Pilgern, die bei dieser Feier zugegen sind, gebe ich die Versicherung meiner Gebete. Möge Euer Erleben der Heiligen Stätten eine Gelegenheit zur Begegnung mit Jesus Christus sein und Eure Liebe zu ihm und zu seiner Kirche vertiefen.

Obwohl sich das Jahr des Glaubens seinem Ende zuneigt, bete ich, dass sich Euer Wunsch, Jesus zu kennen, wachsen möge und eure Liebe zu ihm sich vertiefen. Mögt Ihr dieses Geschenk des Glaubens mit noch größerem Eifer teilen und Euren Familien, Euren Gemeinden und der ganzen Welt Gnade und Segnungen bringen.

Mit einer besonderen Dankbarkeit gegenüber jenen, die diese Feier möglich machten, empfehle ich Euch alle der Fürsprache Mariens, der Mutter Jesu, und des heiligen Josef, ihres Ehemannes, und ich erteile Euch bereitwillig meinen apostolischen Segen als einen Beweis des Friedens und der Freude.  

Aus dem Vatikan, 8. November 2013