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Die bezaubernde Weiße Stadt

Prächtige Balkone im Bauhausstil überblicken den Platz, auf dem Konzerte mit einem sehr europäischen Charme stattfinden. In der Nähe herrscht geschäftiges Treiben auf einem Markt. Nicht allzu weit weg liegt Jaffa, das von ergreifenden kirchlichen Klängen widerhallt. Und wohin man sich auch dreht und wendet, das Meer erstreckt sich immer direkt vor einem und das Wasser ändert seine Farbe im wechselnden Licht. Tel Aviv – ein Porträt einer Stadt, die mit ihren Bewohnern rund um die Uhr lebt und atmet.

Vor allem aber hat Tel Aviv das Meer. Manchmal schimmert es graublau, manchmal glänzt es türkis, aber es wirkt immer beruhigend. Einen solchen Eindruck gibt der Horizont dieser Stadt, die niemals schläft, einer Stadt, die allen das Gefühl gibt, sie seien schon immer hier gewesen.

Tel Aviv ist eine Stadt, die alles hat: spirituelle und kulturelle Zentren florieren neben äußerst erfolgreichen Unternehmen; moderne Trends bestehen neben einer Geschichte, die Neugier erweckt; Arbeiter in ihren verschiedenen Monturen bevölkern neben Geschäftsleuten in schicken Anzügen die Straßen; Fast Food – Ketten stillen neben exklusiven Gourmetrestaurants den Hunger; Kurse versprechen spirituelle Erleuchtung, während Läden die teuersten Designermarken verkaufen und eine lebhafte Modeszene materielle Wünsche erfüllt; ultraorthodoxe Juden mit Schläfenlocken und in ihren traditionellen Trachten stehen im Gegensatz zu einer jungen Frau im Pareo auf dem Weg zum Strand; moderne Luxuswohntürme erheben sich neben den Balkonen im Bauhausstil aus den 1930er Jahren;  Israelis der fünften Generation sitzen neben Juden aus Äthiopien, die erst vor kurzer Zeit ins Land gekommen sind, und Flüchtlingen aus anderen Kontinenten, die hier einen sicheren Hafen gefunden haben. Tel Aviv ist eine Stadt, die mit ihren Bewohnern rund um die Uhr lebt und atmet.

 

Die Kirchen von Jaffa

Jaffa wird erstmals als die antike Hafenstadt erwähnt, die während der Kreuzzüge als Grafschaft des Königreiches von Jerusalem bekannt ist. 1909 wurde Achusat Bajit gegründet, woraus die Stadt Tel Aviv hervorging. 1949 wurden Jaffa und Tel Aviv administrativ zusammengelegt und heute  verbindet eine lange Strandpromenade die beiden Orte miteinander.

Die unkonventionelle und freigeistige Atmosphäre von Tel Aviv wird ergänzt durch die Rufe des Muezzin und die Kirchengesänge, die alle in der Altstadt und im Süden von Jaffa erklingen: in der Kirche des Heiligen Petrus (katholisch – franziskanisch), die Reste eines Kreuzfahrerklosters, das einen schönen Blick über die Bucht und Tel Aviv bietet; in der St. Antoniuskirche (katholisch – franziskanisch); in der St. Georgskirche (griechisch orthodox), in der St. Michaelskirche (griechisch orthodox), der Immanuel Kirche (protestantisch) und der St. Antonius Kirche (maronitisch).

 

The restored Neve Tsedek quarter
Neve Zedek

 

Die spektakuläre Anlage rund um die Bialik- Straße

Man kann die interessante Geschichte der Stadt Tel Aviv leicht in der atemberaubenden Anlage rund um die Bialik-Straße, die von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt wurde, verfolgen. Hier findet man das Bialik-Haus mit seinem beeindruckenden Archiv. Das Gebäude diente einst dem israelischen Nationaldichter Chaim Nachman Bialik als Heim und beherbergt heute auch die private Bibliothek und die Sammlung seiner Manuskripte. In der Nähe liegt das Museum Beit Ha-Ir, das sich im Gebäude des alten Tel Aviver Rathauses befindet, das den Platz überblickt. Ein Stück weiter die Straße hinunter steht das Rubin Museum, in dem früher der Maler Reuven Rubin lebte. Um mehr über den internationalen Baustil zu erfahren, der Tel Aviv den Charakter als Weiße Stadt verlieh, besucht man das benachbarte Bauhaus Museum. Die besondere Stimmung wird noch durch Konzerte im Felicja Blumenthal Music Center gefördert, die die Anlage mit einem klaren europäischen Bukett ausstatten.

 

Magen David Platz

All das ist nur einen kurzen Spaziergang von einigen Minute von der Autobuskreuzung in der Allenby Straße entfernt und umfasst die poppige Sheinkin Straße mit ihren unzähligen Kleiderläden und Cafés und die geschäftige King George Straße. Hier befindet man sich zweifellos an einem der quirligsten Plätze der Stadt.

Im Zentrum, das als Magen David Platz bekannt ist und an den Carmel Markt grenzt, findet man am Freitag Nachmittag Miri Aloni, die dort für die Passanten ihre größten Hits singt.

 

Freitag am Carmel Markt

Nach einer kurzen Rast setzt man seinen Weg fort, um alles Nötige für den Schabbat einzukaufen. Besucher des Carmel Marktes dürfen die verschiedenen frischen Produkte anfassen, aber nur unter den wachsamen Augen der Betreiber der Marktstände, die dicke, kettenförmige Armbänder tragen, mit denen sie die Käufer (vor allem Frauen) geräuschvoll anlocken, denn: "Nur hier finden Sie das Allerbeste." Neben Früchten der Saison und erdig duftendem Gemüse, Getreidekörnern, Hülsenfrüchten, Gebäck, Fleisch und Fisch, findet man hier auch Schuhe und Kleider, Hüte, Gürtel, Schmuck, der fast wie Gold glänzt, Putzmittel sowie Kosmetikprodukte – Original und Imitat - zu günstigen Preisen.

 

Die Fußgängerzone Nachlat Binjamin

Jetzt ist es höchste Zeit für einen Besuch in  der Nachlat Binjamin Fußgängerzone, die parallel zum Carmel Markt verläuft. Lokale Künstler und Designer stellen hier ihre Werke aus und bieten Holzskulpturen, bunt bestickte Kissen, deren Farbenfreudigkeit kein Ende nimmt, Windspiele, Puppen aus Socken und Federn, einzigartige Schmuckstücke, Geldbörsen und Taschen aus wiederaufbereiteten Materialen und vieles mehr zum Verkauf an – und alles ist von Hand gefertigt.

 

Die Museen und Neve Zedek

Und das ist erst der Anfang. Man bleibe noch ein paar Tage und besuche die wichtigsten Museen: das Tel Aviver Kunstmuseum, in dem bedeutende, permanente Sammlungen und Wechselausstellungen gezeigt werden; das Eretz Israel Museum, das sich auf die Geschichte und die Kultur von Israel konzentriert; das Beit Hatfutsot  (Diasporamuseum), das Museum, in dem die Geschichte des jüdischen Volkes erzählt wird. Und dann sind da auch die kleineren Museen, die einen Besuch wert sind: das Ben Gurion Haus, das Ben Gurion Bibelmuseum, das Museum der Hanganah, das Etzel Museum und das Jabotinsky Institut. Man vergesse nicht, Zeit für Neve Zedek zu reservieren, um die Atmosphäre des ältesten Teils von Tel Aviv zu genießen. Dort beherbergt das Beit HaSofrim das Nachum Gutman Kunstmuseum.

 

Unterhaltung und Templer

In Tel Aviv , dieser großartigen Stadt, die man Tag und Nacht zu Fuß erobern kann, gibt es gefeierte Gourmetrestaurants, in denen berühmte Küchenchefs ihre Speisen kreieren, kleine und elegante Cafés, Theater und Kinos, große Einkaufszentren, Klubs, in denen alle, die das schöne Leben genießen möchten, die Nacht durchtanzen können, sich ständig ändernde Festivals, Märkte in der Hafengegend, eine fantastische Strandpromanade, freie Fitnesskurse, an denen man am sommerlichen Strand teilnehmen kann, Boulevards mit Imbissbuden, romantische Bänke und Radwege sowie einen einmaligen Bereich, der eine Mischung aus Unterhaltung, Kultur und Kunst darstellt: schicke Läden, außergewöhnliche Architektur, beeindruckende kulinarische Möglichkeiten und geführte Rundgänge – und all das im Schatten alter Bäume und im Stadtzentrum. Das alles zusammen macht das geschichtsträchtige Gebiet von Sarona aus, das von den Templern im Jahr 1871 errichtet wurde. Die Mitglieder der Templerbewegung, die aus Deutschland in das Heilige Land kamen, glaubten daran, damit die Erlösung zu beschleunigen. Sie bauten hier eine fabelhafte landwirtschaftliche Siedlung mit unglaublich schönen Häusern auf.