Pilgerfahrt ins Heilige Land – Auf den Spuren der Jungfrau Maria

Erleben Sie eine spirituelle Reise der persönlichen Entdeckung und Stärkung auf den Spuren Marias, der Mutter Jesu, durch die biblische Landschaft, in der sie lebte, in der sie Freude und Trauer erfuhr

 

 

Nazareth
Schlendern Sie durch die Straßen von Nazareth, dem Ort, an dem Jesus aufgewachsen ist. Unterhalb der Verkündigungskirche befindet sich die Grotte, in welcher der Überlieferung zufolge der Engel Gabriel der Jungfrau Maria erschienen ist (Lukas 1,26-35). Das in der Nähe gelegene Internationale Maria von Nazareth-Zentrum verwahrt wichtige, kürzlich entdeckte Überreste einer Familienunterkunft aus dem 1. Jh. Ganz in seiner Nähe bezeichnet der Brunnen an der Quelle der Jungfrau Maria (Marienquelle) mit hoher Wahrscheinlichkeit den Ort, an dem Maria Wasser für die heilige Familie geschöpft hat.

Andernorts in Galiläa
Gemäß einer frühkirchlichen Überlieferung wurde Maria in der antiken Ortschaft Sepphoris (Zippori) geboren, heute ein nationaler archäologischer Park. Dieser Überlieferung wird im modernen Franziskanerkloster von St. Anne und Joachim gedacht.

Maria war beim Hochzeitsfest in Kana anwesend, dem Ort, an dem Jesus sein erstes Wunder vollbrachte, nämlich die Verwandlung von Wasser in wein (Johannes 2,1-11).

Der See Kinneret (der See Genezareth)
Das antike Fischerdorf Kapernaum, in dem Jesus einen Großteil der Zeit seines Wirkens in Galiläa verbrachte, ist auch für die Marienpilgerfahrt wichtig, da erzählt wurde, dass die Jungfrau Maria ihren Sohn nach Kapernaum begleitet hat (Johannes 1,12). Die Kirche des Hauses Petri ist über den Überresten eines Einzimmerhauses errichtet, von dem angenommen wird, dass es das “Haus des Simon, der Peter genannt wird” (Markus 1,29) war. Die heutige Kirche wurde über die Insula Sacra errichtet, um die die archäologischen Funde zu bewahren.

Haifa und Carmel-Berg
Das Kloster Stella Maris ist der Jungfrau Maria gewidmet, in ihrer Eigenschaft als “Unsere liebe Frau, Stern des Meeres” (Stella Maris im Latein). Die in der Nähe gelegene Höhle Eliahs gilt seit byzantinischen Zeiten als der Ort, an dem die heilige Familie auf ihrem Rückweg aus Ägypten Rast gemacht hat.

 


Das Kloster Stella Maris

Jerusalem – Die Altstadt
Wie heute bildete Jerusalem auch in der Antike den Mittelpunkt jüdischen religiösen Lebens. Vor allem als Erwachsene hat Maria die Stadt möglicherweise mindestens ein Mal jährlich besucht, um im Tempel zu beten. Heutige Pilger können die Westmauer [hebr.: Ha-Kotel ha-Ma’aravi] besuchen, ein Abschnitt der gewaltigen Stützmauer, die das Plateau des Tempelbergs umgeben hat. Seit der Zerstörung des Zweiten Tempels durch die Römer im Jahr 70 CE wurde sie zu einer Stätte des Gebetes und der Hingabe. Auch der Tempelberg selbst kann besucht werden (nicht-Muslime dürfen den Felsendom und die Al-Aqsa-Moschee nur ansehen, nicht betreten).

Die Sankt-Annen-Kirche aus dem 12. Jh. (Teich von Bethesda) umgibt den Ort, an dem laut byzantinischer Überlieferung die Jungfrau Maria geboren wurde.

Die Via Dolorosa nimmt ihren Anfang in der Nähe des Ecce Homo-Boges im Muslimischen Viertel und endet an der Grabeskirche im Christlichen Viertel der Altstadt. Vier der insgesamt 14 Stationen haben einen direkten Bezug zur Jungfrau Maria, die bei dem Leidenszug anwesend und dessen Zeugin war.

Die Grabeskirche enthält mehrere der Jungfrau Maria gewidmete Heiligtümer, einschließlich ein Bildnis Marias, der Mutter des Leidens (Mater dolorosa).

 

Jerusalem – Außerhalb der Altstadtmauern

Das Cenaculum (das “Obere Zimmer”) – eine Halle aus dem 14. Jh. in einem kleinen, zweistöckigen Gebäude innerhalb eines großen Gebäudekomplexes oben auf dem Berg Zion – gedenkt des Ortes, an dem Jesus mit seinen Jüngern das Letzte Abendmahl eingenommen hat. Es wird auch mit einer frühren Überlieferung aus dem 4. Jh. in Verbindung gebracht, wonach dies der Ort (oder zumindest in dessen Nähe gelegen) war, an dem die Jünger sich nach dem Tode Jesu mit der Jungfrau Maria und der Gemeinde versammelten (Apostelgeschichte 1,14), und wo zu Pfingsten der Heilige Geist auf ihnen herabsank (Apostelgeschichte 2,1-4).

Die Hagia Maria Sion-Abtei auf dem Berg Zion (die Dormition-Abtei) wurde im Jahr 1910 eingeweiht. Sie befindet sich zum Teil auf dem Standort der früheren byzantinischen Kirche Hagia Sion und einer späteren Kreuzritterkirche, Hl. Maria vom Berge Zion. Ein Heiligtum in der Krypta ist der Dormitio gewidmet.

Das Grab der Jungfrau (laut der Orthodoxen Kirche) befindet sich am Fuße des Ölbergs, im Josaphat-Tal, einer Abzweigung des Kidron-Tals, direkt neben dem Garten Getsemani und der Kirche aller Nationen.

Ein Karem
In der christlichen Überlieferung ist dies der Geburtsort Johannes des Täufers und Wohnort seiner Eltern, Zacharias und Elisabet. Das neue Testament erzählt vom Besuch Marias bei ihrer Kusine Elisabet, als beide schwanger waren (Lukas 1,39-56). Mehrere Punkte in dem Dorf werden mit diesem Besuch in Zusammenhang gebracht.

Die Marienquelle – eine Quelle und ein Brunnen in der Mitte des antiken Dorfes. Laut einer Überlieferung war dies der Ort, an dem Maria und Elisabet sich trafen, und wo Maria trank (woraufhin die Quelle zu einer christlichen Pilgerstätte wurde).

Kirche der Visitation – laut Überlieferung der Ort, an dem sich das Haus der Kusine Marias, Elisabet, und ihres Ehemannes Zacharias befand (die Eltern des Johannes dem Täufer).

Die Kirche des Heiligen Johannes des Täufers bezeichnet den überlieferten Geburtsort Johannes des Täufers.

 

 
Kirche der Visitation, Ein Karem

Bethlehem*
Die Geburtskirche, eine der frühesten und wichtigsten aller christlichen klerikalen Gebäude, umgibt die Höhle, in welcher der Überlieferung zufolge Jesus geboren wurde (Lukas 2,7).

Die Milchgrotte, in der Krypta einer kleinen franziskanischen Kapelle gelegen, steht für die Überlieferung, wonach die Höhle als Zufluchtsort der Heiligen Familie vor der Flucht nach Ägypten genutzt wurde.

* Unter Kontrolle der Palästinensischen Autorität. Ein Besuch könnte besondere Vorkehrungen erfordern, wie Koordination bezüglich Transport und Reiseleiter.

Abu Ghosh
Das Dorf Abu Ghosh liegt auf dem Standort des biblischen Qiryat Ye’arim, wo die Bundeslade 20 Jahre aufbewahrt war, bevor sie nach Jerusalem zurückgebracht wurde (1. Samuel 6,21; 7,1-2). Diesem Ereignis wird durch die Kirche Notre Dame de l’Arche (Unsere liebe Frau der Bundeslade, errichtet im Jahr 1924) gedacht.

Deir Rafat
der Lateinische Patriarch, Msgr. Louis Barlasina, gründete in den 30er Jahren das katholische Heiligtum im Kloster Deir Rafat (westlich von Beit Shemesh und Kibbutz Tzor’ah). Das Heiligtum is der Jungfrau Maria in ihrer Rolle als Königin der Nationen und Beschützerin des Heiligen Landes gewidmet.

Weitere Informationsquellen
Auf den Spuren der Jungfrau Maria - Reiserouten

Websites des Israelischen Tourismusministeriums:

http://www.goisrael.com/Tourism_Eng/Tourist+Information/Christian+Themes

http://www.goisrael.com/Tourism_Eng/Tourist+Information/Links.htm