Stätten im Norden Israels

Banias – Cäsarea Philippi ist die Stätte, wo Jesus Petrus die Schlüssel zum Himmelreich gab: “Ich aber sage dir: Du bist Petrus und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen und die Mächte der Unterwelt werden sie nicht überwältigen. Ich werde dir die Schlüssel des Himmelreichs geben;...“ (Matth 16, 18-19).*

Der See Genezareth, auch bekannt als See von Galiäa, See Tiberias und See Kinneret, ist der Ort, an dem Jesus zahlreiche Wunder vollbrachte: “ Dann stand er auf, drohte den Winden und dem See und es trat völlige Stille ein.” (Matth 8,26), “In der vierten Nachtwache kam Jesus zu ihnen; er ging auf dem See.” (Matth 14,25). Auch seine ersten Jünger hat er hier an der Küste ausgewählt.

 

 

Am südwestlichen Ende des Sees fließt der Jordanfluss südwärts zum Toten Meer.

Kafarnaum liegt an der Küste des See Genezareth. Kafarnaum ist als Schauplatz zahlreicher Wunder und Predigten mehrfach in den Evangelien erwähnt: “Sie kamen nach Kafarnaum. Am folgenden Sabbat ging er in die Synagoge und lehrte.” (Mark 1,21). Das Haus des Petrus und die Ruinen einer antiken Synagoge sind faszinierende Pilgerstätten.

Tabgha, nicht weit vom Kafarnaum, beheimatet die Kirche der Brotvermehrung, berühmt dank der unglaublich schönen Mosaike und des Ortes, der an das Wunder der Brot- und Fischvermehrung erinnert: “Dann nahm Jesus die Brote, sprach das Dankgebet und teilte an die Leute aus, so viel sie wollten; ebenso machte er es mit den Fischen.” (Joh 6, 11). Ebenfalls in Tabgha befindet sich die Primatskapelle, die das Andenken ehrt an die Wiedererscheinung des auferstandenen Jesu vor seinen Jüngern und die Unterweisung Petrus´ “meine Schafe zu weiden”: “Zum dritten Mal fragte er ihn: Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich? Da wurde Petrus traurig, weil Jesus ihn zum dritten Mal gefragt hatte: Hast du mich lieb? Er gab ihm zu Antwort: Herr, du weißt alles; du weißt, dass ich dich lieb habe. Jesus sagte zu ihm: Weide meine Schafe!” (Joh 21, 17).

Der Berg der Seligpreisungen ist eine atemberaubende Stätte mit Ausblick auf die Nordufer des See Genezareth. Hier hielt Jesus seine “Bergpredigt” (Matth 5). Die überwältigende Kirche der Seligpreisungen zeigt wunderschöne Fenster und Mosaike.

Korazim war eine wichtige jüdische Stadt in der Zeit von Jesus. Neben Kapernaum und Bethsaida hat Jesus auch Chorazin gescholten, weil sie sich nicht bekehren ließen: “Weh dir, Chorazin! Weh dir, Betsaida!” (Matth 11,21). Heute kann man die Ruinen einer beeindruckenden antiken Synagoge in Korazim besichtigen.

 

Bethsaida ist bekannt als die Stadt von Philippus, Andreas und Petrus, drei von Jesus’ Jüngern. Es war außerdem der Ort, an dem Jesus den Blinden heilte: “Sie kamen nach Betsaida. Da brachte man einen Blinden zu Jesus und bat ihn, er möge ihn berühren.” (Mark 8,22). Heute sind hier Ausgrabungen der ursprünglichen Stadt zu sehen, die Jesus gut kannte.

Kursi an der östlichen Seite des See Genezareth ist die traditionelle Stätte des Wunders der Heilung des besessenen Geraseners: “Da baten ihn die Dämonen: Wenn du uns austreibst, dann schick uns in die Schweineherde!” (Matth 8,31). Archäologen haben die Überreste einer wunderschönen byzantinischen Kirche nebst Kloster entdeckt.
Nof Ginossar ist ein Kibbutz, der die gut erhaltenen Überreste eines Bootes beherbergt, das 1986, fast 2000 Jahre nachdem es versunken ist, entdeckt worden ist.
Magdala in Galiläa war wahrscheinlich der Ursprung des Nachnamens, welcher der Jungfrau Maria Magdalena gegeben wurde: “Maria Magdalene, aus der sieben Dämonen ausgefahren waren,” (Luk 8,2). Magdala ist heute unter dem Namen Migdal bekannt.

Kana ist berühmt als die Stätte, an der Jesus sein erstes Wunder vollbrachte, die Wandlung von Wasser zu Wein bei einer Hochzeit: “So tat Jesus sein erstes Zeichen, in Kana in Galiläa, und offenbarte seine Herrlichkeit und seine Jünger glaubten an ihn.” (Joh 2,11). Zusätzlich zur traditionellen Pilgerreise kommen viele christliche Paare nach Kana, um ihr heiliges Ehegelübde zu erneuern.

Nazareth ist berühmt aufgrund des großen Wunders der Verkündigung der Inkarnation. Besucher in Nazareth genießen das Privileg die Verkündigungsbasilika zu besuchen und in ihr zu beten; an dem Ort, an dem die gesegnete Jungfrau Maria die Verkündigung der “Fleischwerdung des Wortes” erhielt: “Der Engel antwortete ihr: Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Deshalb wird auch das Kind heilig und Sohn Gottes genannt werden.” (Luk 1, 35). Die Gabrielskirche ist eine (griechisch-) orthodoxe Kirche mit einem faszinierenden architektonischen und historischen Hintergrund. Andere Kirchen in Nazareth erinnern an die Heilige Familie und Jesus' Leben, zum Beispiel die Josephskirche und die “Synagogen”-Kirche.

Berg Kedumim oder auch Berg Praecipitium ist der Ort, an den Jesu getrieben wurde, um ihn nach der Predigt in der Synagoge von der Klippe hinabzustürzen : “ ...und wollten ihn hinabstürzen. Er aber schritt mitten durch die Menge hindurch und ging weg.“ (Luk 4, 29-30). Der Berg ist in der Nähe von Nazareth und überblickt die Jesreel-Ebene sowie weitere Stätten Galiläas. Die Ruinen der Marienkapelle – Unsere Liebe Frau vom Entsetzen (Notre Dame d´Effroi) befinden sich in Bergnähe, erinnern an das Entsetzen von Maria, als der Pöbel versuchte, Jesus vom Felsen hinabzustürzen.

 

 

Berg Tabor hat seit frühster Zeit eine wichtige Rolle in der Geschichte dieser Region gespielt. Es ist die Stätte der “Verklärung”, an die die Verklärungsbasilika und ein anliegendes Kloster erinnert: “Und während er betete, veränderte sich das Aussehen seines Gesichtes und sein Gewand wurde leuchtend weiß. Und plötzlich redeten zwei Männer mit ihm. Es waren Mose und Elija“ (Luk 9, 29- 30).

Megiddo, oder Armageddon, hat zahlreiche Schlachten im Verlauf der Geschichte erlebt. Wie es in der Offenbarung des Johannes heißt, wird Armageddon die Stätte sein vom " Krieg am großen Tag Gottes, des Herrschers über die ganze Schöpfung.” (Off b 16,14). “Die Geister führten die Könige an dem Ort zusammen, der auf hebräisch Harmagedon heißt.” (Offb 16,16).

Berg Karmel ist bekannt für seine Verbindung zum Leben des Propheten Elija, auch bekannt als Elias. Hier triumphierte der Prophet Elija über die Propheten des Baal: “Ahab schickte in ganz Israel umher und ließ die Propheten auf dem Karmel zusammenkommen.Und Elija trat vor das ganze Volk und rief: Wie lange noch schwankt ihr nach zwei Seiten? Wenn Jahwe der wahre Gott ist, dann folgt ihm! Wenn aber Baal es ist, dann folgt diesem!“ (1. Kön 18, 20-21). Zahlreiche Stätten wurden auf dem Berg errichtet, um den Propheten Elija zu preisen, wie zum Beispiel: Muchraka, das Karmeliterkloster und eine Kirche – Stella Maris – in Haifa, in der eine Höhle ist, die mit dem Propheten in Verbindung gebracht wird.

Cäsarea wurde von König Herodes der Große an der Stelle einer alten Stadt namens "Straton Turm" erbaut. Cäsarea ist wichtig in der christlichen Geschichte, da es der Ort war, an dem die erste Taufe eines Heiden bzw. Nichtjuden stattgefunden hat: “Die gläubig gewordenen Juden, die mit Petrus gekommen waren, konnten es nicht fassen, dass auch auf die Heiden die Gabe des Heiligen Geistes ausgegossen wurde.“ (Apg 10, 45). Als Paulus aus Jerusalem floh, “brachten sie ihn nach Cäsarea hinab und schickten ihn von dort nach Tarsus.” (Apg 9,30). Nachdem Paulus von Ephesus abfuhr, “landete er in Cäsarea, zog (nach Jerusalem) hinauf, begrüßte dort die Gemeinde und ging dann nach Antiochia hinab.” (Apg 18, 22). Dort wurde er auch gefangengehalten: “Festus jedoch antwortete, Paulus bleibe in Cäsarea in Haft.” (Apg 25, 4).

* Alle Zitate stammen aus der Einheitsübersetzung (EÜ) der Heiligen Schrift.

Informationen über die Heiligen Stätten in Israel finden Sie auf unserer Website: www.goisrael.com