Yom Kippur

Yom Kippur, der Tag der Sühne, ist der heiligste Tag im jüdischen Kalender. Diesen Tag, den 10. im hebräischen Monat Tischre, verbringen Juden mit Fasten und Beten.

Mit dem Yom Kippur enden die Zehn Tage der Sühne, die nach Rosh Hashana beginnen. Nach jüdischem Glauben wird am Yom Kippur das Urteil eines jeden Menschen für das kommende Jahr gesprochen.

Der Tradition zufolge fasten Juden vom Vorabend dieses heiligen Tages bis zum darauf folgenden Sonnenuntergang. Dieser Feiertag ist in der Torah vorgeschrieben, wo er als Oberster Sabbat bezeichnet wird – ein Tag, an dem keinerlei Arbeit erlaubt ist.

Obwohl die Mehrheit der jüdischen Bevölkerung in Israel nicht religiös lebt, ist und bleibt der Yom Kippur für Alle ein besonderer Tag und hat seinen einzigartigen Charakter bewahrt. Viele Juden, die sich ansonsten als säkular bezeichnen würden, gehen an diesem besonderen Tag in die Synagoge.

Feiertagsbräuche

Das Blasen des Schofar – Zum Abschluss des Feiertags wird der Schofar (Widderhorn) geblasen.

Selichot – An Yom Kippur und den Tagen davor bittet man andere Menschen um Vergebung. Gemäß der Tradition kann der Yom Kippur nur jene Taten vergeben, die gegenüber Gott begangen wurden, doch keine Sünden, die gegen andere Menschen begangen wurden. Diese müssen von den Menschen selbst vergeben werden.

 

 

 

Wichtige Informationen

Am Yom Kippur steht praktisch jeglicher Verkehr still. Stattdessen sind die Straßen voll von Kindern auf Fahrrädern, Inlineskates und Skateboards. Sämtliche Geschäfte sind am Yom Kippur geschlossen, einschließlich solcher, die am Sabbat üblicherweise offen bleiben. Zudem werden sämtliche israelischen Radio- und Fernsehsendungen eingestellt.